100 Jahre Junkers F13

 Junkers F 13
Der Nachbau der Junkers F 13
So. 27.10.2019 - So. 01.03.2020
Montag - Sonntag: 9:00-17:00

Deutsches Museum Flugwerft

Flugwerft
Effnerstraße 18
85764 Oberschleißheim
Deutschland

Zuletzt geändert
17-12-2019 / 04:12

Revolution des Reisens: Vor 100 Jahren begründete Hugo Junkers den modernen Luftverkehr – mit dem Modell F 13, dem ersten zivilen Flugzeug komplett aus Metall. 

Ein Flieger aus Wellblech mag aus heutiger Sicht ein wenig „windig“ anmuten. Von 1919 bis 1932 wurden insgesamt etwa 330 Exemplare der F 13 in 60 unterschiedlichen Versionen gebaut und in 30 Länder verkauft. Bis weit in die 1930er-Jahre waren sie als Passagier- und Frachtflugzeuge im Einsatz.

Im Laufe des Ersten Weltkriegs waren Flugzeuge von klapprigen Drahtverhauen zu Maschinen gereift, die einigermaßen leistungsfähig und zuverlässig waren. Nach Kriegsende gab es viele nicht mehr benötigte ehemalige Militärflugzeuge in Deutschland, ebenso eine große Anzahl an ausgebildeten Piloten. Der Gedanke lag nahe, diese in den Dienst der Zivilgesellschaft zu stellen, und anstelle von Bomben nun Passagiere, Post und Fracht zu befördern. 

All diese umgebauten Militärflugzeuge wurden auf einen Schlag obsolet, als Prof. Junkers 1919 seinen Entwurf F 13 vorstellte. Das erste von Beginn an für den Transport von Passagieren entwickelte Flugzeug, und dazu noch komplett in Metall gebaut, revolutionierte den aufkeimenden Luftverkehr in kurzer Zeit. Rund 350 Mal gebaut und weltweit im Einsatz, war die F 13 das erfolgreichste Verkehrsflugzeug ihrer Zeit. Ihr Erstflug fand im Juni 1919 statt und jährt sich heuer zum 100sten Mal.

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